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Betrug? Nicht mit Oma Hilde!

O2 nutzt mit „Oma Hilde“ einen KI-Avatar, der in Videotelefonaten über Betrugsmaschen aufklärt und damit zeigt, wie Avatare in der Praxis Vertrauen schaffen und Sicherheit vermitteln können.

 

Ausgangslage:

  • Betrug als Massenphänomen
  • Smartphone, Banking-Apps und Online-Shopping machen das Handy zum Hauptangriffspunkt für Kriminelle.

Entsprechend groß ist die Verunsicherung: Nutzer wissen oft nicht, ob SMS, Mails oder Anrufe echt oder gefälscht sind.

 

Was der Avatar „Oma Hilde“ konkret leistet

„Oma Hilde“ ist ein KI-Avatar von O2 Telefónica, der in einem echten Video-Call mit Nutzerinnen und Nutzern spricht – inklusive Spracherkennung, Antwort in natürlicher Sprache und sichtbaren Reaktionen in Echtzeit. Ergänzt wird Hilde durch den Experten-Avatar „Niklas“, der technische Hintergründe zu Betrugsmaschen erklärt.

 

Ziel ist es, Hemmschwellen bei IT-Sicherheit zu senken:

Statt trockener FAQs gibt es ein persönliches Gespräch mit einer vermeintlich vertrauten „Oma“-Figur.

 

Die ersten 100 Tage: Was die Nutzer beschäftigt

O2 hat nach hundert Einsatztagen und rund 3.000 Beratungsgesprächen eine Zwischenbilanz gezogen und so sichtbar gemacht, wovor sich Menschen aktuell am meisten fürchten.

  • Smishing per SMS (24,4% der Anfragen): Gefälschte Paket- oder Zahlungsdienst-SMS verunsichern Nutzer besonders.
  • Banking- und Kontobetrug (23,7%): Angst vor gefälschten Bank-Mails und Kontozugriffen ist fast genauso groß.
  • Klassisches E-Mail-Phishing (18,9%): Professionell gestaltete Mails lassen sich immer schwerer von echten Nachrichten unterscheiden.
  • Fake-Anrufe (14,2%): Anrufe angeblicher Behörden oder Banken sorgen ebenfalls für Beratungsbedarf.
  • Durchschnittlich suchten etwa 33 Personen pro Tag Rat bei der digitalen „Oma“ – ein klares Signal für den Aufklärungsbedarf.

 

Technischer Nutzen: KI-Dialog als Datenquelle

Die Gespräche dienen nicht nur der Aufklärung, sondern liefern auch wertvolle Daten für den weiteren Ausbau der Sicherheits-Infrastruktur von O2.

Erkenntnisse aus den Dialogen fließen in Dienste wie „O2 Onlineschutz Plus“ ein, der Angriffe bereits auf Netzebene blockiert.

Allein im November 2025 wurden laut O2 über 500.000 gefährliche Webseiten abgewehrt; in Spitzenzeiten stoppt das System bis zu 15.000 Betrugsversuche pro Stunde.

 

Pädagogischer Ansatz statt „Scambaiting“

Während die britische Schwester mit dem Avatar „Daisy“ Betrüger direkt in endlose Gespräche verwickelt, fokussiert sich „Oma Hilde“ ausschließlich auf die Aufklärung der Verbraucher.

Experten bewerten diesen pädagogischen Ansatz als nachhaltiger, weil er Kompetenzen aufbaut, statt nur Täterzeit zu binden.

 

O2-Privatkundenchef Andreas Laukenmann betont, wie groß der Bedarf an einfacher, niedrigschwelliger Hilfe ist – viele Menschen fühlen sich von professionellen Phishing-Angriffen schlicht überfordert.

 

Ausblick: Werden KI-Avatare zur neuen Beratungs-Norm?

O2 plant, das Angebot auszuweiten, etwa um Szenarien zu Identitätsdiebstahl in sozialen Netzwerken oder Betrug rund um Kryptowährungen.

Banken, Behörden und andere Dienstleister beobachten das Projekt aufmerksam, weil sich hier abzeichnet, dass viele Nutzer lieber mit einem virtuellen Gegenüber sprechen, als lange Texte zu lesen.

Damit deutet vieles darauf hin, dass KI-Avatare wie „Oma Hilde“ sich in den nächsten Jahren als Standardinstrument der Verbraucherberatung etablieren könnten – insbesondere überall dort, wo komplexe Inhalte verständlich und menschlich vermittelt werden müssen.

 

Selber mal mit Oma Hilde oder Niklas sprechen? Hier geht's lang.

 

Ein Avatar-Update von Masterclass-Avatare.

Masterclass-Avatare – eine Marke der

Snack-Content Company (SCC) Deutschland GmbH.
Friedrich-Ebert-Ufer 44a, 51143 Köln